Dritte Woche

In ihrer 3. Lebenswoche sind die Welpen des B-Wurfes vom Bossardpfad wesentlich mobiler geworden: Sie erkundeten nicht nur die Wurfkiste auf inzwischen stabileren Beinchen bis in alle Ecken, sondern machten auch immer häufiger Ausflüge über die Rampe in den erweiterten Auslauf im Wurfzimmer. Dort und ebenfalls in der Wurfkiste landeten ihre "kleinen Seen", zu unserer Überraschung, eigentlich immer auf den am Rand ausgebreiteten Zeitungen, und das, wo unsere Welpen doch gerade eben erst ihre "selbständige Harnabgabe" "gelernt" hatten! 
Die vier Mädchen entwickelten auch sonst etliche neue Fähigkeiten, wie das Knurren, zaghaftes Bellen, sich mit dem Hinterfuß am Kopf zu kratzen und mit ihren Geschwistern über kleine Ringkämpfe in Kommunikation zu treten.
Sanny zog sich häufiger zurück und überließ uns und sogar auch Aylana ihre Babys; aber bei Letzterer passte sie gehörig auf: Den Kleinen das Gesicht lecken durfte Sannys Freundin schon mal, aber als diese aus Erziehungsgründen knurrte, weil ein Frechdachs ihr zu nahe kam und dabei vor sich hin quäkte, stellte sich Sanny dazwischen und warf Aylana einen bedeutsamen Blick zu. Die Kleine legte sich aber daraufhin ganz ruhig in entsprechender Entfernung von Aylana hin: Sie hatte die Lektion begriffen. Derselbe Welpe hatte es in einer gewagten Aktion zwei Tage zuvor geschafft, zu Aylana vorzudringen; diese hatte der Kleinen das Köpfchen geleckt, woraufhin der Winzling sich ermutigt fühlte, in Aylanas Fell nach milchspendenden Zitzen zu suchen und - vermeintlich fündig geworden - dort "andockte"; die erschrockene Aylana sprang augenblicklich auf und ließ die Kleine liegen, während sie das Weite suchte. Sanny hatte alles ruhig mit angesehen, doch sie wurde wieder kritischer in Bezug auf ihre Zugeständnisse gegenüber Aylanas Kontakten zu den Babys.
Als unangenehme Erfahrung konnten unsere vier Mädchen die Verabreichung ihrer ersten Wurmkur verzeichnen. Da die Prozedur von heftigem Schütteln der kleinen Köpfchen nach Einflößen jeder Teildosis der weißen Suspension begleitet wurde, war es bei dieser Sauerei ein Glück, dass wir uns mit den Kleinen nach draußen begeben hatten. Anschließend genossen die Gepiesakten die neue Umgebung auf dem Rasen und vor allem Sannys Belohnung für soviel Tapferkeit: Es gab die abendliche Mahlzeit von der mobilen, mütterlichen Milchbar heute im Freien!